Was wirklich wichtig ist im Leben!

Die überstandene Krise wegen #Corona hat uns über die vielen Wochen viel gelehrt und gezeigt. Was haben die Menschen bemerkt, was echt wichtig ist im Leben? Es sind nämlich gar nicht so viele Dinge, die man unbedingt braucht oder die einem abgehen. Eigentlich sind es nur 4 Sachen, die man echt braucht im Alltag. Und genau darüber sprechen wir heute.


Die derzeitige wahre Krise - betrachtet von DDr. Jahl

Österreich geht es wirtschaftlich so schlecht wie seit 100 Jahren nicht. Die Krise wegen #Corona hat #Österreich dank #Solidarität und #Zusammenhalten hervorragend gemeistert.  Wo das wirkliche Problem für die Zukunft liegt, sieht Dr. #Jahl in der traurigen realen Handhabung und Organisation der #Kurzarbeit. Wenn sich nicht rasch was ändert, kommt es zum wirtschaftlichen Super-Gau.


Das ist Kompetenz, Qualität und Service für unsere Patienten

Das ist Kompetenz, Qualität und Service für unsere Patienten‼️Der wöchentliche #Coronatest bei uns in der Praxis, neben all den anderen strengen #Hygienerichtlinien ☑️ Diesmal Mitarbeiter #2. Ergebnis: negativ, keine Antikörper. 😷 Das alles dient der #Sicherheit unserer #Patienten um sicherzustellen, dass wir als Behandler für niemanden gefährlich sein können, zumal ja die meisten unserer Patienten als #Senioren deutlich über 65 Jahre alt sind, und damit oft der #Risikogruppe angehören. Umgekehrt: Auch Patienten vor grösseren OP’s, wie #Allon4 , werden bei uns getestet, um auch dem Personal maximale Sicherheit geben zu können.


 

 

     


DDr . Gerald Jahl

Implantatberatung per Videotelefonie - ab sofort bei DDr. Gerald Jahl!

Es sind besondere Zeiten. Ab jetzt beschreiten wir neue Wege ! Auch deshalb, weil es auch wieder eine Zeit nach Corona geben wird. Ab jetzt: Videotelefonie nach Vereinbarung. Einfach ein mail mit Handynummer ( willkommen@implantat.or.at ) schreiben, und wir machen uns einen Termin für die Beratung oder das Gespräch aus. Entweder über Skype oder über Whatsapp-Videotelefonie. Wichtig ist : G‘sund bleiben und zusammenhalten. Und: noch ein bissl Geduld haben. Bald kommen wieder bessere Zeiten.
Liebe Grüsse , Euer DDr. Gerald Jahl
#jahl #eggenburg #neuewege #gsundbleiben #implantat #zahnimplantat #implantatberatung #videogespräch #videoberatung #telemedizin


Das neue Buch Zahn um Zahn in Österreich

Drei Zahnärzte aus Österreich wirbeln mit neuem Buch Staub auf

Drei Zahnärzte aus Österreich wirbeln mit neuem Buch Staub auf

Kritisches Buch für Patienten: "Zahn um Zahn in Österreich" - über die Zahnfee und das Zahngeschäft

Schon das Vorwort der bekannten Medizinjournalistin Tanja Wolf zeigt, wo die Reise hingehen soll. Mögen Sie Ihren Zahnarzt? Vertrauen Sie ihm? 41,7 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Zahnärzte allgemein "öfter Behandlungen" anbieten, "die nicht unbedingt notwendig sind". Drei österreichische Zahnärzte, DDr. Gerald Jahl, Dr. Ulrich Guserl und Dr. Gernot Österreicher, legen mit diesem Buch bereits ihr zweites kritisches Werk zum Verhältnis Zahnarzt und Patient vor.

Dabei versuchen die Ärzte, beide Seiten der Medaille zu betrachten. An vielen Stellen bekommen daher auch die werten Kollegen, aber vor allem die Gesundheitspolitik und die Kammervertretung, anständig ihr Fett ab. Als Kämpfer für eine bessere zahnmedizinische Gesundheitsversorgung in Österreich zeigen die drei Zahnärzte in diesem Buch aktuelle Kritikpunkte auf und formulieren Wünsche an Patienten, Kollegen und insbesondere an das System.

Im Vordergrund steht allerdings die Vermittlung von praktischem Wissen für Patienten über den aktuellen Stand der modernen Zahnmedizin, ganz nach dem Motto der drei Zahnärzte: "Wir wünschen uns aufgeklärte und mündige Patienten!"

Buch: "Zahn um Zahn in Österreich: Über die Zahnfee und das Zahngeschäft"
Taschenbuch und eBook: 352 Seiten
Autoren: DDr. Jahl, Dr. Guserl, Dr. Österreicher
Preis: 14,99 Euro
Weblink: https://amzn.to/2ZyUoDC

Zahnartzbuch

Wir brauchen Verstärkung - Zahnarzt dringend gesucht!

Implantatpraxis sucht Partner als Verstärkung!

Rein implantologisch tätige erfolgreiche, ausgelastete und moderne kieferchirurgische Praxis in NÖ sucht jungen, dynamischen, empathischen und motivierten Zahnarzt zum behutsamen Aufbau als aktiven Partner und als Teilhaber für langfristige spätere Übernahme. Implantatprothetisches, chirurgisches, digitales und implantologisches Interesse notwendig, nötige fachliche praktische implantologische Ausbildung wird dem Teilhaber seitens der Praxis gestellt.

Info zum Konzept und Philosophie der Praxis unter www.jahl.at

Aussagekräftige Bewerbung bitte über den mailkontakt der Homepage.

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Ungarn-lass Dich überraschen! Oder: Leider, leider, leider,....

Was schreibt er jetzt wieder der Jahl? Lass Dich überraschen? Ungarn?

Okay, ich erkläre es Euch, kurz und bündig. Dazu muss man aber wissen, dass ich persönlich Ungarn, unser östliches Nachbarland, wirklich liebe und schätze. Vor allem das Essen und die Menschen dort. Seit voriger Woche bin ich sogar offiziell dort gemeldet mit meinem Nebenwohnsitz in Fertörakos, ehemals Kroisbach. ( habe das jetzt nämlich echt lange vergessen, aufgeschoben, vergessen,...) Ich bin also oft dort, kenne Land und Leute und bin sicher kein Ungarnfeind, und auch, eh klar,  kein österreichischer Behandler, der sich über ungarische Arbeiten auf dem Gebiet der Zahnbehandlungen aufregt. Nein! Ich verstehe Menschen, dass sie sich ins Ausland begeben um günstiger schönen und neuen Zahnersatz zu bekommen. So ist der Mensch, dass man sich auch Alternativen sucht, das ist legitim, absolut legitim. Patienten können aber leider Qualität und verwendete Materialien auf dem Gebiet des Zahnersatzes nicht beurteilen, und man kann auch Äpfel mit Birnen nicht vergleichen. Deshalb neigen viele Menschen dazu einfach das billigere Angebot anzunehmen, und das ist in der Regel in Ungarn. Ganz Ungarn? Nein! In Budapest kosten Zahnbehandlungen exakt soviel wie bei uns in Niederösterreich. Die supergünstigen Preise gibt es eh nur in Sopron und in Mosonmagyaróvár  (unaussprechlich!), also gleich nach der Grenze. Aber genug davon. Ich rege mich nicht darüber auf, einfach deshalb, weil es traurige Wahrheit ist, dass auch in Österreich sehr selten, aber manchmal eben doch, nicht wirklich besser als in Ungarn gearbeitet wird. Das muss auch einmal ehrlich gesagt werden. Mindere Qualität, schlechte Planung und Durchführung, schlechtere Materialien, ist bei uns sicher nicht die Regel, aber eine vorkommende Tatsache. Traurig, aber manchmal wahr.

Aber nun zurück zur Geschichte, zur eigentlichen Geschichte. Ein etwa 50-jähriger sympathischer Mann aus Wien war vorige Woche bei mir zur Beratung. Er erkundigte sich wegen All-on-4, unserem  Spezialgebiet. Nach einer Untersuchung  seiner Situation, stellte ich ihm erstaunt die Frage, warum er sich dafür interessiere, weil er offensichtlich eine relativ neue Arbeit im Oberkiefer im Mund hatte. Das besondere an der Arbeit, also am Zahnersatz war, dass es eine Rein-zirkonbrücke war. Diese Brücke war auf einigen bestehenden eigenen Zähne zementiert. Und dieses Zirkon in dieser Art gibt es noch nicht so lange, und ist keine alltägliche Behandlungsart, weil es wirklich etwas Besonderes ist. In Österreich auch wirklich teuer, das muss ich gestehen. Zirkon ist eine metallfreie Keramik, also gänzlich metallfrei. Zirkon hat die Eigenschaft, weil nur weißer Bestandteil, dass es ästhetisch echt hervorragende Eigenschaften hat, sich im Farbenspiel mit der rötlichen Schleimhaut des Mundes ein wirklich schönes und extrem natürliches  Ergebnis entstehen kann. Zusätzlich wird eine Zirkonarbeit ganz modern und präzise mit CAD-CAM Technik hergestellt, also auch diesbezüglich die beste derzeit bestehende Möglichkeit ist, Zähne zu rekonstruieren. Viele Zahnärzte in Österreich haben noch nie eine solche Arbeit gemacht, weil sehr modern und gut, aber eben auch sehr kostspielig. Also an sich toll und zeitgemäß von den Ungarn gemacht, möge man denken.

Nachteil von Zirkon?  Ja, den gibt es! alles hat auch immer Nachteile. Wenn etwas absplittert, und das kann bei Zirkon immer noch echt passieren, dann ist die Arbeit kaputt, weil man Zirkon einfach nicht reparieren kann. Noch ein Nachteil, aber auch Vorteil: Zirkon ist extrem hart! Und ich meine echt hart. So hart, dass man so eine Arbeit, wenn man gezwungen ist sie herunterzunehmen, das nur schafft, wenn man sie herunterschneidet. Leider gibt es keine Bohrer dafür, deshalb ist sowas voll mühsam und dauert sehr lange und ist für beide Seiten echt anstrengend, für Patient und Zahnarzt. Das ist unter Zahnärzten sicher eine der unbeliebtesten Tätigkeiten eine Zirkonbrücke zu zerschneiden, das müsst ihr wissen. Das will keiner freiwillig machen.

Aber die Farbe war halt das Super Viktor Klima- Weiß, das ihr sicher alle kennt. Dieses extrem auffällige reine durch und durch- Weiß, welches in der Natur ja gar nicht vorkommt in Österreich, in Ungarn aber sehr beliebt ist. (Deshalb hatte ich sofort den Verdacht, dass die Arbeit aus Ungarn war, was der Patient auch bestätigte. Und: Die Arbeit war erst knapp 3 Jahre alt, das erfuhr ich auch noch.)

Also einfach zu weiß! Zusätzlich halt wirklich lieblos und ohne Lebendigkeit. All das kommt am Foto so leider gar nicht wirklich heraus. Aber ihr könnt es mir glauben! Die Größe und Form der Zähne passt einfach nicht zum Gesicht und zur Nase, die Farbe ist unharmonisch und fast steril, weil alles im selben Farbton ist.  Ganz zufrieden wird der Patient wohl nicht sein und auch nicht gewesen sein, wenn man fast leuchtet in der Nacht und wenn dich ein jeder auf deine Zähne anspricht. Aber manche Menschen wollen das und jeder darf ja tun, was er will. Das heißt also: Vom Material und von der Technik her eine sehr tolle und aufwändige  Sache, da gibt's kein Meckern, die Ausführung leider optisch mangelhaft, aber ok, sowas kann dir in Österreich auch passieren. Aber der Patient kam ja nicht zu mir um sich bewundern zu lassen, Nein, es gab andere Gründe.

Schmerzen waren sein Problem. Schmerzen seit über 1 Jahr. Das hatte ich mir schon gedacht, denn bei der Untersuchung bemerkte ich, dass man mit der Sonde an vielen Stellen dieser Brücke, die noch dazu ein einziges Werkstück war, hängenblieb und es sofort blutete. Damit war bewiesen, dass der Abschluss zwischen Zahnersatz und Zahn an mehreren Stellen mangelhaft war und dadurch Karies entstanden war, welches die Situation noch verschlimmerte. Da kann in so einem Fall der Patient gar nix dafür, weil die Schmutznischen durch ungenaues Arbeiten so groß wie Scheunentore sind und einfach nicht zu reinigen sind, auch wenn man sich bemüht geht das einfach nicht. Ab zum 3-D Röntgen, das war mein Vorschlag. Wir wollten wissen, wie schlimm es wirklich war.

Gut. Nach ein paar Minuten war die Computertomographie fertig und wir konnten uns die ganze Wahrheit einmal nüchtern anschauen. Der Zahnersatz bestand aus 14 Zähnen, der auf 8 eigenen verbliebenen Zähnen befestigt war. Also eine 14-stellige Brücke auf 8 Zähnen. An sich okay, da spricht nix dagegen, sagen meine zahnärztlichen Kollegen, weil ich diesbezüglich ja keine Ahnung habe, da ich ja nicht als Zahnarzt sondern als reiner Implantologe tätig bin. Aber von den 8 Zähnen waren 4 massiv entzündet und gar nicht mehr im Kieferknochen stehend, diese 4 Zähne hätte der Patient schon längst von alleine verloren, wenn sie nicht durch eben diese langstreckige zusammenhängende Brücke zusammen hängen würden. Und klar tut sowas weh! Wenn 4 Zähne nur noch im Eiter stehen und dieses auch absondern, wenn man leicht ankommt. Ich habe also endlich verstanden, warum er nun bei mir war und meinen Rat und meine Hilfe wollte.

Traurig ist aber Folgendes: Natürlich hat man dem Patienten gesagt, dass er eine Garantie auf diese Arbeit hat. Also eine Gewährleistung, die überall einmal 2 Jahre beträgt. In Ungarn hat man ursprünglich sogar damals gesagt, dass es 5 Jahre Garantie geben würde. Aber kurz nach diesen besagten 2 Jahren war der Patient also in Ungarn in seinem Institut in Sopron, um seinem Zahnarzt mitzuteilen, dass er Schmerzen hätte und dass da dauernd Eiter käme. Das muss er aber schon am Empfang sagen, wo meistens junge Damen mit kurzen Röcken sitzen. Da läuten dann bei denen schon die Alarmglocken und es wird eine weitere Dame mit ein bissl längerem Rock geholt. Diese Dame erklärte dem Patienten dann: " Lieber Patient. Schön, dass Sie wieder bei uns sind, schade aber, dass es wegen angeblichen Problemen ist. Leider ist genau Dr. XY, der Zahnarzt, der sie behandelt hat, nicht mehr bei uns. Er ist angeblich nach Dänemark gegangen. Jedenfalls ist er nicht mehr bei uns. Zu der Zeit, als sie behandelt wurden von ihm, hatte er einen Sondervertrag, also das heißt, dass er eigentlich gar nicht bei uns angestellt war, sondern, dass er eigenverantwortlich tätig war. Ja, und jetzt ist er leider nicht mehr da, nicht einmal mehr in Ungarn. Also wir als Institut sind da ganz unschuldig, wir können nix dafür. Leider ist es jetzt so, dass ihre 2-jährige  Garantie auch schon abgelaufen ist, weil das ja schon vor fast 3 Jahren war. Wir können ihnen nur anbieten, dass wir uns die Sache ansehen, alles neu machen und das zu unseren ganz speziellen neuen Tarifen für Stammgäste. Und wir haben da wirklich gute Preise, da kommt niemand mit. Versprochen."

Der Patient ließ sich untersuchen von einem Zahnarzt dort, der ihm auch noch erklärte, dass er leider Parodontitis und schlechten Knochen habe, und genau diese Kombination hat diesen Zustand erzeugt. Zusätzlich musste sich der Patient anhören, dass das ganze Karies seine Schuld war, weil er eben zu wenig und ungenügend seine Zähne geputzt hatte. Böser Patient!!! Einfach so eine neue Brücke machen, das gehe aber leider auch nicht. Man braucht jetzt nämlich noch 4 Implantate dazu, 2 davon mit Knochenaufbau. All das wird aber sicher zum bestmöglichen Preis gemacht. "Und wir haben wirklich gute Preise, da kommt niemand mit.", sagte der Zahnarzt, der neue Zahnarzt. Und irgendwie hat dann der Patient gespürt und bemerkt, dass diese ganze Geschichte, dort alles noch einmal machen zu lassen, eher ein bissl unsicher und mittlerweile auch schon ein bissl insgesamt teuer ist. Und er hat sich ins Auto gesetzt und ist heim nach Österreich. Und dann irgendwie zu mir, in der Hoffnung, dass alles gut werden würde, wobei er vor mir schon bei 2 österreichischen Zahnärzten in Wien war, die ihm aber nicht helfen konnten (oder wollten?)

Der Jahl schlägt also die Hände zusammen und ist verzweifelt. Erstens weil immer noch genau so mit Patienten umgegangen wird, immer die gleiche Masche. Andererseits weiß der Jahl, dass Zirkon echt hart ist, dass es voll mühsam sein wird, das alles runter zu schneiden, und dass die Situation eine schwierige ist, weil der Jahl einfach auch ein bissl faul ist und sich das gar nicht antun will. Geraten habe ich ihm, noch einmal nach Ungarn zu fahren mit meiner Untersuchung des 3D-Röntgens  und noch einmal ein Gespräch zu suchen, ob nicht doch eine Chance wäre, alles im Einvernehmen lösen zu können. Weil das für den Patienten das Beste wäre, auch finanziell betrachtet. Das ist die Wahrheit, weil, und da hat der neue ungarische Zahnarzt absolut recht, es ohne Implantate nicht mehr geht eine feste Brück zu machen. Aber leider ist eben wegen den Entzündungen einfach kein Knochen mehr da.

Mich ärgert halt wirklich, dass das alles nicht zusammenpasst. Zirkon als hervorragende Geschichte, als hochqualitative Lösung, passt nicht zur stümperhaften fahrlässigen Arbeit des Zahnarztes an sich, da ist ein Widerspruch. Denn was die 4 Zähne betrifft, die jetzt praktisch verloren sind: genau diese Zähne müssen bei der Anfertigung bereits beherdet gewesen sein, sind mit Sicherheit schon so gewesen, dass jeder verantwortungsvolle Zahnarzt gesagt hätte, das man so eine Arbeit auf diesen Zähnen nicht machen kann und nicht darf.  Es wurde erkannt, da bin ich mir sicher, aber trotzdem eine Arbeit darauf gemacht, ganz absichtlich mit Vorsatz. Einfach weil alles, sei es noch so schlecht, 2 Jahre Minimum hält, wenn es sich um Zähne handelt. Und genau das ist der Vorwurf, und genau das ärgert mich und viele andere Behandler hier in Österreich. Und wir Österreicher als Patienten sind so blauäugig und gutgläubig  und merken das nicht. Merken nicht, dass wir beschissen werden, voll beschissen. Oft mit echtem Vorsatz. Dieses Konzept geht dort wirklich immer auf, glauben Sie mir. Passt auf euch auf! Glaubt nicht alles, was euch erzählt wird. Fragt nach! Erkundigt euch bezüglich der verwendeten Materialien. Fragt nach Alternativen. Und: lasst euch nicht vom Preis alleine lenken in eurer Entscheidung.

Den Patienten habe ich übrigens in 2 Monaten zu einer Kontrolle bestellt. Einfach um zu sehen, ob die Ungarn ihm nun doch entgegengekommen sind. Falls nicht, werde ich mit dem Patienten eine Lösung finden. Wir lassen ihn nicht im Stich.

 

 

 


Ja, wir freuen uns trotzdem! Erneut unter den Besten in Österreich!

Montag, der 13. November. Sternzeit 06.12 h. Es ist ein typischer Montag, irgendwie kalt und nass (wie im November halt)  wo ich nach dem Kaffeemachen und dem Teemachen für meine beiden Kinder, es irgendwie, obwohl  weiterhin schlaftrunken, schaffe, ins Badezimmer zum Duschen zu gelangen. Gut, ein neuer Tag. Nach kurzem Überlegen, ob ich mir auch eine Rasur gönne, klopft es an der Eingangstüre. Der Unmut darüber steigt irgendwie automatisch in Einem hoch, das kann man schlecht beeinflussen so früh am Morgen. Gut, raus aus dem Badezimmer und zur Türe. Es ist noch finster draußen, aber ich erkenne die Person sofort, die mir meine heilige , aber benötigte Ruhe in der Früh raubt. Mein Nachbar, der anscheinend, trotz Pension, noch deutlich früher als ich aufsteht um seinen Tag zu beginnen, aber das ist eine andere Geschichte.

Er wedelt mit einer Zeitung herum und ist irgendwie ganz aufgeregt, so als ob er schon seit Stunden wach wäre. Er meint nur, dass ich wieder in einer Zeitung wäre und dass ich das unbedingt jetzt, und zwar meint er genau jetzt, lesen müsse. "Gut, okay, interessant, ja gerne, ja sicher-Danke-Wo? ", das sind meine Worte zu ihm. Nicht meine beste je geführte Konversation, aber eben heute meine erste dieser Art. Und für das nicht schlecht. Der Artikel, den er meint , den hat er bereits aufgeschlagen und mit seinem Zeigefinger markiert.

" Österreichs beste Ärzte" in Gesund und Fit, der Gesundheitsbeilage der Tageszeitung Österreich. Jeden Montag erschient diese an sich sehr gut gemachte Magazin, welches alle Themen der Gesundheit behandelt. Und dort wo sein Zeigefinger ist, da steht mein Name. Gereiht unter den besten Ärzten in Österreich. Rubrik Zahnärzte! Ok, ich gehöre also zu den besten Zahnärzten in Österreich . Irgendwie aber auch lustig, denke ich mir, nachdem ich einen Blick darauf geworfen habe, da mir das niemand gesagt hat oder mir vorher mitgeteilt hat. Und dann wäre es ja irgendwie schade, wenn man das selber gar nicht erfahren würde, wie es mir in den vergangenen Jahren ja schon oft gegangen ist. "News", "Format", "Trend", "Gewinn" , "NÖN", "Docfinder" ," Leadingimplantcenters"   und noch irgendwo in irgendeiner Zeitung, alles diese Zeitungen und Organisationen haben in den letzten Jahren gemeint , aber eben auch geschrieben, dass ich eben soooooo super wäre. Aber ich selber habe es nie von alleine entdeckt oder gelesen, eben weil mir, und wahrscheinlich auch den anderen Ärzten in Österreich, das niemals mitgeteilt wurde. Gut, aber dafür hat man ja seine Nachbarn oder eben auch Freunde, Bekannte und , nicht zu vergessen, Patienten, die mir das dann immer sagen, meistens persönlich mit fein ausgeschnittenen Artikeln in einer Klarsichtfolie.

Sternzeit 06.20h. Ja, der Jahl ist jetzt tatsächlich munter. "Danke vielmals, danke, dass Sie mir das gesagt haben", sage ich noch zum Nachbarn, immer noch den Artikel in meiner Hand haltend. Aber nicht mehr lange, denn die starke Hand des Anklopfers an meiner Türe entreißt mir mit sanfter Gewalt das Magazin, um sich umzudrehen, und noch leise " Bitte schön" zu sagen. Fort ist er. Die Zeitung zu sich nach Hause bringend. Irgendwie ist er glaube ich stolz auf mich mein Nachbar, obwohl er das nie sagen würde. Er sagt im allgemeinen eher wenig zu mir, redet eher kaum mit mir, aber ich glaube, beziehungsweise hoffe ich, dass er mich irgendwie trotzdem mag.

Rasur lassen wir heute aus, das mache ich morgen. Jetzt einmal Kaffee, das ist wichtig. Ja , man stellt sich die Frage, wie und warum man bei Zeitungen denn meint, dass ich und andere so gut wären. Wie stellen die das fest, woher diese Informationen? Solche Listen sind ja immer ein zweischneidiges Schwert. Viele dieser Namen, oft sehr bekannte Namen von Ärzten in allen Fachrichtungen, sind einfach bei den Besten, weil sie einfach wirklich gut, Nein, sogar sehr gut sind! Und dann gibt es immer Newcomer, das ist auch klar. Beim " Gewinn" war es irgendwie anders. Da hat man Ärzte gefragt, von welchen Kollegen ihrer eigenen Fachrichtung sie sich selber behandeln lassen würden. Und da war ich dabei, das war mir wirklich eine Ehre und da habe ich gefeiert, weil, wenn eigene Kollegen das sagen, ganz ohne Neid, dann zählt es für mich, zumal ich ja schon viele Ärzte und Zahnärzte behandelt habe.

Was halt immer das Problem ist bei all diesen Rankings für mich ist, ist Folgendes: Ich bin einer der wenigen und echt seltenen topausgebildeten Mund-,Kiefer-und Gesichtschirurgen in Niederösterreich. Ích bin Arzt, praktischer Arzt, Kiefer-Gesichtschirurg und nebenbei auch noch Zahnarzt, weil es notwendig ist  zusätzlich auch eine zahnärztliche Ahnung zu haben , um Kiefer-und Gesichtschirurg werden zu können. Klingt blöd, ist aber so! Es gibt in Niederösterreich über 750 Zahnärzte aber eben nur 10 Kieferchirurgen, und einer von denen bin ich. Und immer werde ich bei den Zahnärzten gelistet und zu den Zahnärzten gezählt. Glauben Sie mir Eines, Sie wollen wirklich nicht von mir eine Plombe oder eine Wurzelbehandlung haben, glauben Sie mir das. Ich kann das alles nicht! Weil ich das nie gelernt habe, nie lernen musste! Auf der Zahnklinik war ich immer der, der Kieferchirurg wird. Und damit hatte ich gewonnen, weil niemand mir etwas beibringen wollte bzw weil alle sagten, dass der Jahl sowieso nie den Zahnarztberuf ausüben wird. Ich war eben nur auf der Zahnklinik wegen dieser blöden Vorschrift, sonst wäre ich dort niemals aufgetaucht. Und dort hatte ich das schönste Leben, meine besten 3 Jahre überhaupt! Spaß, Freude, Freunde und Eierkuchen- jeden Tag unterwegs,... ( Mehr wird nicht verraten- wieder ein anderes Thema!)

Und jetzt wieder einer der besten "Zahnärzte", das tat einfach vor Jahren, bei der ersten Ehrung schon ein wenig weh tief im Inneren. Aber Patienten wissen um diese spezielle Geschichte der Kieferchirurgen einfach nicht Bescheid- für Patienten bin ich ein Zahnarzt. Das ist ein bissl so, wie wenn man zu einem keramischen Restaurator in der Kirchenrenovierungstechnik einfach Fliesenleger sagen würde. Oder einen akademischen Maler bitten würde den Hausflur grau oder gelb  auszumalen.

Kiefer-und Gesichtschirurgen sind absolute Spezialisten auf dem Gebiet der Chirurgie. Sie haben die längste Ausbildung aller Fachärzte in Österreich und brauchen 2 Studien. Das sind absolute Spezialisten auf dem Gebiet der Knochenchirurgie ( deshalb besonders gute Implantologen)  und der Gesichtschirurgie. Im Krankenhaus immer in Zusammenarbeit mit den HNO-Ärzten, den Unfallchirurgen, den plastischen Chirurgen und den Neurochirurgen. In der Ordination gibt es keine Notaufnahme mit Erstversorgung mehr, keine gemeinsamen OPs mit anderen Fächern, keine Gesichtstumoren mit Rekonstruktion, keine Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und keine zertrümmerten Schädel und Gesichter nach Motorradunfällen, Waldunfällen oder Schlägereien.

Was bleibt in der Ordination: Weisheitszähne, chirurgische Zahnentfernungen und eben : Zahnimplantate, das aber rasch, gekonnt, kompetent, erfolgreich und erfahren!

Sternzeit 06.30, meine Kinder kommen. Das sind meine Söhne, meine Gene! Warum? Weil auch sie beide das Schlaftrunken-Gen am Morgen haben. Eigentlich alles gleich bei uns, bis auf das Rasieren!

Genug, der Tag wartet. Heute volles OP-Programm. Halt "nur" Zahnimplantate, aber das stimmt so nicht. Zahnimplantate sind für betroffene Menschen wichtig, sehr wichtig sogar. Ich liebe meine Arbeit und ich weiß, dass ich heute wieder einem komplett zahnlosen Menschen im Oberkiefer zu einer festsitzenden Zahnbrücke mit Lebensqualität und neuer Lebensfreude verhelfen kann. Und das zählt, nur das. Und nicht ob ich zu den besten "Zahnärzten" gehöre. Und der Kaffee schmeckt, den ich nun endlich zu mir nehmen darf.